Sommercamp in Russland 2017

Thema: Nachhaltigkeit als globale Herausforderung
Ort: Samaragebiet
Termin: 16.07. bis 5.08.2017

Alter: Junge Erwachsene ab 16 Jahren

Hin-Rückfahrt mit der Bahn von Berlin aus mit zwei Aufenthalten in Moskau

Russisch: nicht zwingend, aber von Vorteil

AUSGEBUCHT

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Russland, Deutschland und weiteren europäischen Ländern gestalten gemeinsam drei Wochen miteinander. Im Vordergrund stehen diesmal eine thematische Auseinandersetzung zu aktuellen politischen Entwicklungen, und 71 Jahre nach Kriegsende beschäftigen wir uns diesmal besonders mit dem Thema Zwangsarbeit. Gemeinsam mit unsrem Partner und den Zeitzeugen gestalten wir einen Wolgaausflug und werden zu dem Thema in Gruppen und kleinen Workshops arbeiten.
Verschiedenste Sehenswürdigkeiten im Samara-gebiet, wie Stalinbunker stehen natürlich auch auf dem Plan. Ebenfalls auf der Agenda stehen Außenarbeiten in einem Kinderheim, Feldarbeiten in einem orthodoxen Kloster und Renovierungsarbeiten in der katholischen, bzw. evangelischen Gemeinde von Samara.

Fleißige Hände sind immer herzlich willkommen!

Über Aktion Sühnezeichen bekam der Eine Welt e.V. die ersten Kontakte nach Russland und speziell nach Samara. Diese Millionen-Stadt liegt an der Wolga und wurde Jahrzehnte durch die Rüstungs- und Raumfahrtindustrie geprägt. Seit Öffnung der Stadt für Ausländer (1991) sind wir sehr aktiv im Samaragebiet eingebunden.

Dabei ist unsere Arbeit sehr vielfältig. Wir fördern Begegnung durch Workcamps und Freiwilligen-dienste, wir unterstützen Entwicklung durch konkrete Projektarbeit oder wir helfen einfach durch zuhören, spielen und Spenden.

Im Mittelpunkt steht dabei für uns immer die Unterstützung von sozial benachteiligten Menschen der russischen Gesellschaft. Wir bieten dabei Hilfe zur Selbsthilfe an.

Uns ist neben der konkreten Unterstützung auch der interkulturelle Austausch wichtig, um Toleranz und ein respektvollen Miteinander zu fördern. Wir möchten dadurch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Unsere Arbeit ist aber nicht nur interkulturell, sondern auch generationenübergreifend und interreligiös geprägt. Wir fördern Begegnung mit Zeitzeugen und mit religiösen Minderheiten in Russland.

Von der tatarisch-muslimischen Gebietsverwaltung in Kamischla sind wir darüber hinaus wieder zu einer interkulturellen Begegnung eingeladen und helfen zusammen mit den dortigen Jugendlichen bei verschiedenen Projekten tatkräftig mit.

Unsere Arbeit ist aber nicht nur interreligiös, sondern auch Generationen übergreifend. So bietet das Camp in seinem Begegnungscharakter sowohl Kontakte zu Russlanddeutschen, wie auch ehe-maligen Zwangsarbeitern an.

Gemeinsam mit diesen Zeitzeugen gestalten wir einen Wolgaausflug und werden verschiedene Sehenswürdigkeiten von Samara kennenlernen.

Gearbeitet wird in der in der Regel vormittags, der Nachmittag ist der Freizeit und inhaltlichen Angeboten vorbehalten.

Wir verpflegen uns großteils selbst – dies nach Möglichkeit fair/bio/regional.

Die Unterbringung erfolgt sehr einfach, meist mit Schlafsack und Isomatte in Gemeinderäumen.

 

Kosten

Deutsche TeilnehmerInnen überweisen einen

Unkostenbeitrag von:

270 € für das Camp in Russland (190 € für TN aus Osteuropa)

Enthalten sind: Unterbringung, Verpflegung, Fahrt- und Visakosten.

Der Unkostenbeitrag muss bis 1. Juli 2017
unter dem Stichwort Bildungsarbeit
auf das angegebene Konto von Eine Welt e.V.
eingegangen sein:

Sparkasse Leipzig
IBAN: DE62860555921150534814
BIC/SWIFT: WELADE8LXXX

Ausgebucht!

*Die Tataren sind ein Turkvolk, das in vielen Teilen Europas lebt, insbesondere aber in Tatarstan. Tatarstan ist eine autonome Republik im östlichen Teil des europäischen Russlands und befindet sich unweit der Grenze des Samaraer Gebietes. Die Tataren bekennen sich überwiegend zum sunnitischen Islam und das religiöse Zentrum ist die Hauptstadt Kasan.