Global Sozial – Gemeinsam engagieren
Unter diesem Motto organisieren wir jährlich im Sommer ein dreiwöchiges Workcamp in Russland. Hand in Hand arbeiten hier deutsche und russische Jugendliche in sozialen Projekten, leisten Hilfestellung für Menschen in schwierigen Lebenslagen und unterstützen die Entwicklung der örtlichen Gemeinschaften.
Dabei steht nicht nur der Einsatz der helfenden Hände im Vordergrund, sondern ebenso der interkulturelle Austausch der jungen Menschen. Neben der täglichen Arbeit, die meist an verschiedenen Orten stattfindet, wird auch gesungen, getanzt, über Vorurteile diskutiert und die eigene Lebenswelt gezeigt. Hierdurch möchten wir Toleranz und ein respektvolles Miteinander fördern.
Unsere Workscamps finden seit über 15 Jahren in Samara und dem Samaraer Gebiet statt. Wir haben vielfältige Kontakte zu Organisationen und Privatpersonen, die unsere Aufenthalte organisieren. Unser wichtigster Partner ist “Edinij Mir”.
Die Workcamps finden meist zwischen Juli und August statt, je nach Sommerferien der Schulen und der Semesterferien an der Uni.
Der Teilnehmerbeitrag beträgt in der Regel 250 € pro Person.
Hierin enthalten sind: An- und Abreise, Einladungs- und Visakosten, Unterkunft und Verpflegung, Fahrtkosten vor Ort.
Die An- und Abreise erfolgt mit dem Zug. Dauer der Reise beträgt ca. 6 Tage. Der Aufenthalt vor Ort in Russland dementsprechend 15 Tage.
Kontakt: Sebastian Hundt/Martina Glass 0341/3010143
e-mail: sebastian@einewelt-leipzig.de / martina.eineweltleipzig@gmail.com Hier der aktuelle Flyer:
Das war 2011
Geschichte(n) erzählen – Begegnung mit Zeitzeugen in Samara
2011 stand ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit den Themen Nationasozialismus, Zwangsarbeit und Geschichtsbewusstsein. Im Mittelpunkt stand die Begegnung mit Zeitzeugen und die Erstellung eines Erinnerungsbuches über deren Schicksal. In mehreren Treffen lernten die jungen Teilnehmer_innen aus Deutschland, Polen, der Schweiz, Frankreich und Russland die Zeitzeugen näher kennen und verbrachten einen Tag lang, um Geschichte(n) zu erfahren. Für beide Seiten war es ein wundervoll persönliches Erlebnis, das viele Spuren in der Erinnerung hinterlässt. Am Ende konnten den Zeitzeugen sechs sehr individuell gestaltete Bücher übergeben werden, die im Museum ausgestellt werden sollen.
Neben der Begegnung mit den Zeitzeugen fanden verschiedene Seminare statt, die thematisch in die Begegnung einführten. Außerdem konnten die Teilnehmer_innen einiges über die Unterschiede im Geschichtsbewusstsein lernen. Bei einem Exkurs zum Thema Zwangsarbeit im Gulag war sogar ein Experte aus Samara anwesend.
In einem Workscamp wird natürlich auch gearbeitet. Die ca. 35 Teilnehmer halfen gemeinsam in verschiedenen Projekten in der Kirche und bei den Zeitzeugen. Sie besuchten ein Kloster und einen Nationalpark und natürlich wurde viel gebadet und die heißen Temperaturen des Sommers genossen.
Das diesjährige Sommercamp wurde in Kooperation mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) durchgeführt. Wir möchten uns bei Valentin und Jonas für die Unterstützung insbesondere bei der Durchführung der Seminare und bei Christine Bischatka Koordinatorin der Sommerlager von ASF bedanken. Wir hoffen, dass eine Zusammenarbeit auch in Zukunft möglich ist.
Seit einigen Jahren schon werden unsere Sommerlager finanziell unterstützt durch die Stiftung West Östliche Begegnung und das Jugendamt Leipzig. Vielen Dank!
Bildergalerie
“Most Druschbij – Interkulturelle Begegnung zwischen deutschen, russischen und tatarischen Jugendlichen in Samara”
Seit einem Jahr haben wir über unsere Partner vor Ort “Edinij Mir” und dem Zentrum für die Sozialisation der Jugend Samara Kontakte zu Tataren, die im Samarer Gebiet ansäßig sind. Nach einem ersten Kennen lernen im Jahr 2008, entschlossen wir uns, das Workscamp 2009 als Begegnung drei verschiedener Kulturen zu organisieren, die gemeinsam in Projekten zur Entwicklung der örtlichen Gemeinschaft arbeiten.
Hier ein paar Eindrücke der Begegnung in Bildern

















