TU WAS!?
Eine europäische Jugendinitiative
in Craiova (Rumänien) 2009
Gesundheitsversorgung – ein Menschenrecht!?
WIE ALLES BEGANN …
Was haben Deutschland, Polen und Rumänien gemeinsam?
- Alle haben die Konvention der Kinder- und Jugendrechte unterschrieben
- Alle verletzten diese Rechte regelmäßig
ABER
Alle haben auch motivierte Jugendliche, die sich für ihre Rechte einsetzen wollen. Deshalb gründeten wir eine Initiative über den Eine Welt Verein Leipzig. Wir trafen uns zum ersten Mal im Juli 2008 in Pirna-Liebethal zu einem politischen Jugendseminar. Schwerpunkte unseres Seminars waren:
• Kinder- und Jugendrechte
• deren Verletzung in Deutschland, Polen, Rumänien
• Interkultureller Austausch
• Ideenfindung zur Verbesserung der Probleme im jeweiligen Land
• Organisation eines Filmprojekts „Change the world in small steps“
• Organisation eines Runden Tischs im jeweiligen Land zur Einbeziehung von Politikern in unser Projekt
Für die Gruppe junger RumänInnen stellte das Gesundheitssystem ihres Landes einen besonderen Brennpunkt dar, besonders für Kinder und Jugendliche.
„Kinder und Jugendliche haben das Recht auf das größtmögliche
Maß an Gesundheit sowie auf Gesundheitsvorsorge
und medizinische Betreuung.“ Hierzu gehört für uns auch
ein angenehmer Aufenthalt in einem Krankenhaus mit einer
freundlichen Atmosphäre und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Wir entschlossen uns, gemeinsam an diesem Thema praktisch
zu arbeiten.
UNSERE MOTIVATION
ergab sich aus der aktuellen Situation in rumänischen Krankenhäusern,vor allem der Kinderstationen.
Wenig Geld fließt aus den staatlichen Kassen in das Gesundheitssystem,deshalb bietet sich ein erschreckendes Bild, sobald man ein Krankenhaus betritt. Wirklich traurig stimmte uns der Anblick einer Kinderstation eines staatlichen Krankenhauses in Craiova.
• die Betten sind meist verrostet und kaputt
• es gibt kaum Beschäftigungsmöglichkeiten
• Sanitäre Anlagen sind funktionsunfähig
• Heizkörper (Gasöfen) kaputt
• es herrscht nicht einmal annähernd eine kindergerechte Atmosphäre,
• es ist farblos, trist und grau
Obwohl Rumänien seit Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union ist, herrschen immer noch untragbare Zustände in manchen Krankenhäusern, die besonders Kinder betreffen.
DAS wollten wir ändern!
UNSERE ZIELE
• die sanitären Einrichtungen zu verbessern
• die Bettenzimmer kinderfreundlich zu gestalten
• ein Spielzimmer einzurichten
• Garten und Spielplatz im Außenbereich zu gestalten
DAS HABEN WIR GEMACHT….
In Deutschland
Wir haben uns zunächst in Deutschland zu einem Vorbereitungstreffen zusammengefunden, um gemeinsam den Einsatz vor Ort mit den Teilnehmenden aus allen Ländern zu bespechen. An diesem Wochenende haben wir uns gegenseitig die Gesundheitssysteme in unseren Ländern erklärt, Ideen für die Renovierung der Kinderstation gesammelt und Materiallisten erstellt sowie einen Flyer erstellt, der zur Unterstützung für das Projekt aufrufen sollte.
In Rumänien
Im August sind wir nach Rumänien gefahren, um dort 10 Tage in dem Krankenhaus zu arbeiten. Wir waren insgesamt 15 Personen aus Rumänien, Polen und Deutschland. Zunächst wurden die Materialien für die Arbeit gekauft und der Ablauf besprochen. Schon am zweiten Tag konnte die Arbeit beginnen. Alle waren sehr motiviert und es wurde sehr viel gearbeitet.
Wir erneuerten das Inventar mit einem frischen Anstrich, gestalteten die Wände der Schlafräume mit Wandbildern, bauten einen kleinen Spielplatz außerhalb des Gebäudes und richteten ein komplettes Spielzimmer ein. Die Atmosphäre in der Gruppe war sehr gut, alle wollten zum gleichen Ziel und das hat uns allen viel Antrieb gegeben.
Statements von TeilnehmerInnen:
“Es war ein tolles Gefühl mit eigener Kraft, zumindest im kleinen Rahmen etwas zu verändern und “die Welt ein bisschen zu verbessern”. (Kathleen/Deutschland)
“In this summer I felt amazing, because of doing something pleasent for me, knowing that it will help lots of children” (Angi/Rumänien)
“I become more sensitive” (Lori/ Rumänien)
In Polen
Nach dem Einsatz in Rumänien trafen sich noch einmal einige TeilnehmerInnen zur Auswertung und Entwicklung neuer Ideen sowie der Erstellung eines Infoflyers für Jugendliche zum Thema “Wie mache ich ein Projekt?”
Der Flyer wird in allen drei Sprachen erscheinen und sollen Jugendlichen helfen, die eine Idee zu einem Projekt machen wollen. Der Flyer erscheint im November.
Auch eine neue Projektidee wurde bereits entwickelt. Hierzu später mehr.
Bleibt zu sagen, dass es ein großartiges Projekt war, das gezeigt hat, dass auch mit wenig Mitteln, aber einer Menge Motivation viel möglich ist.
Vielen Dank an alle, die dabei waren und das Vorhaben unterstützt haben!
Informationen gibt es bei Delia Peiov und Martina Glass. Einfach eine mail an: info@einewelt-leipzig.de
Das Projekt wurde gefördert durch JUGEND IN AKTION & RENOVABIS








