Wer sich nicht bewegt, verändert nichts – Projektarbeit in Russland

Über unser Projekt

Über Aktion Sühnezeichen bekamen wir 1991 die ersten Kontakte nach Russland und speziell zu dem jährlichen Workcamp in Samara (ehemals Kuibijschew). Diese Millionenstadt an der Wolga war Jahrzehnte durch die Rüstungs- und Raumfahrtindustrie geprägt. Seit der Öffnung des Gebietes für Ausländer bestehen unsere engen Kontakte dorthin. Bis heute nahmen ca. 300 Jugendliche und Erwachsene an ganz unterschiedlichen Maßnahmen wie Workcamps, Jugendbegegnungen, Freiwilligendienste, Hilfstransporte oder ähnlichem in Samara und Leipzig teil. Einsätze in Invalidenheimen, Einrichtungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Kirchgemeinden standen dabei im Mittelpunkt.

Workcamps/ Jugendaustausch

Seit 1993 sind wir regelmäßig im Rahmen unseres jährlich stattfindenden Sommerlagers zu Gast in Samara. Begonnen hat unsere Arbeit mit einfachen Hilfestellungen bei Baumaßnahmen in der ev.-luth. Kirche. Durch neue Bekanntschaften und Kontakte sind wir mittlerweile mehrdimensional tätig. So arbeiten wir mit verschiedenen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Invaliden- und Behindertenverbänden zusammen. Außerdem unterstützen wir seit 10 Jahren in der Nachbarstadt Sysran das deutsche Kulturzentrum und dessen Jugendclub. Dort halfen wir z. B. bei Umbauarbeiten und der Neueinrichtung mit. Hieraus entwickelte sich mit der Zeit ein interessanter Austausch und wir erfuhren sehr viel über das Schicksal der Wolgadeutschen in dieser Region. Mehrfach wurden wir in ihre Dorfgemeinschaften eingeladen und lernten so ihre Situation noch besser kennen. Zum Teil unterstützten sie uns auch sehr tatkräftig bei der Durchführung verschiedenster Projekte. Hieraus entstand mit der Zeit ein sehr reger Jugendaustausch zwischen Russland und Deutschland, der über uns organisiert wird.

Nähere Informationen hierzu siehe auch unter Workcamps 

Mit der Schulklasse nach Russland

Wir organisieren mit euch/eurem Lehrer die komplette Reise von der Beantragung der Fördermittel über das Visum bis hin zu euren Aktivitäten vor Ort. Lernt dabei unsere Arbeit und unsere Projekte kennen, aber auch die russischen Menschen und ihre Gastfreundschaft.

Russland ist manchmal rau, aber immer auch sehr herzlich! Wenn ihr Lust habt diese Erfahrung zu machen, dann nehmt Kontakt zu uns auf. Schreibt eine mail an: ed.gizpiel-tlewenienull@naitsabes oder ruft an: 0341/3010143

Zeitzeugenarbeit

Zeitzeugen

Neben einer thematischen Auseinandersetzung mit Stalinismus, Faschismus und Demokratie entwickelte sich in der Vergangenheit eine intensive Zusammenarbeit mit dem Opferverband ehemaliger Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in Samara. In einer kontinuierlichen Erinnerungsarbeit und im interkulturellen Dialog zwischen Jugendlichen und Zeitzeugen sehen wir ein wichtiges Anliegen unseres Engagements. Im Herbst 2005 konnte ein langersehntes Projekt durch Fördermittel realisiert werden. 10 ehemalige Zwangsarbeiter besuchten Leipzig, Buchenwald und Berlin und konnten sich nach vielen Jahren mit der schlechten Erinnerung an diese Orte versöhnen.

Projekt: Hoffnungswind – Unterstützung von Familien mit Kindern mit Behinderung

Seit 2007 unterstützen wir mit unseren Partnern vor Ort Familien mit Kindern mit Behinderung. In diesem Rahmen haben wir nicht nur eine Frühfördereinrichtung aufgebaut, sondern führen auch Sensibilisierungs – und Weiterbildungsmaßnahmen durch. Für das Projekt wurde eine eigene website erstellt, die ausführliche Informationen zum Projekt enthält. Hier gehts zur website!

 

Unser Rundbrief!

Zweimal im Jahr erscheint ein Rundbrief zu unserer Projektarbeit und Berichten aus den Einsatzstellen der Freiwilligendienste. Der aktuelle Rundbrief kann hier heruntergeladen werden. Wenn ihr ihn lieber per mail erhalten wollt, schreibt eine an: ed.gizpiel-tlewenienull@naitsabes und abonniert unseren Rundbrief.

Russlandrundbrief 9